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Hermann Max Pechstein
Sitzendes Mädchen / Sitzender weiblicher Akt, 1910 Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie
(c) 2012, Pechstein, Hamburg/Tökendorf
(c) Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Roman März

Best Practice

voRWEg gehen und Kultur fördern – Finanzierungskonzept als Best Practice

„Die Förderung von Kunst und Kultur ist traditionell Teil des bürgerschaftlichen Engagements der RWE. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gehören wir nicht zu denen, die hier blind kürzen. Aber wir schauen genau hin – schließlich sind wir nicht der Lückenbüßer für öffentliche Aufgaben.“
Dr. Stephan Muschick, RWE AG

Große ausgewählte Sponsorings sind und bleiben Teil unseres Kultur-Engagements. RWE ist exklusiver Sponsor der mit Spannung erwarteten Ausstellung „Im Farbenrausch – Munch, Matisse und die deutschen Expressionisten“ im Museum Folkwang, Essen. Vom 29. September 2012 bis 13. Januar 2013 dürfen sich die Besucher auf eines der spannendsten Kapitel der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts freuen. Erstmals stehen die „Fauves“, die so genannten „Wilden“ in der fanzösischen Kunst, dem Norweger Edvard Munch und den jungen deutschen Expressionisten gegenüber. Die „Fauves“ vollzogen eine grundlegende Neuerung. Sie definierten in ihren Bildern das Verhältnis zwischen Natur und Kunst neu und ließen den Bildraum aus dem kraft- vollen Zusammenwirken der Farben entstehen. Dieses Ausstellungshighlight 2012 ist eine Hommage an die künstlerische Energie der Farbe.

Nach einer mehr als zehnjährigen Kooperation zwischen dem Museum und RWE im Bereich der zeitgenössischen Kunst steht nun eine große Publikumsausstellung im Zentrum der Partnerschaft. Hier treffen künstlerische und kuratorische Exzellenz am Standort Essen zusammen mit einem wirtschaftlich vernünftigen Finanzierungskonzept, das die Förderung von Kunst und Kultur auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglicht.

Ein Refinanzierungskonzept als Best Practice – wie geht das? In erster Linie gibt es dem Museum die nötige Gestaltungsfreiheit, ohne die eine erfolgreiche Ausstellungsvorbereitung nicht möglich ist. Dieser Ansatz beinhaltet selbstverständlich auch die Finanzierung der benötigten Personalkapazitäten – sowohl im Ausstellungsteam als auch im Besucherbüro. Eine optimale Vorbereitung allein vermag jedoch den wirtschaftlichen Erfolg einer Ausstellung nicht zu garantieren. Das Unternehmen setzt deshalb ein Sahnehäubchen drauf. Ein namhaftes, nicht refinanzierbares Kommunikationsbudget steht zur umfänglichen Bewerbung der Ausstellung zur Verfügung. Überschüsse, die aus Eintrittsgeldern und Katalogverkäufen resultieren, wird das Museum später in weitere Projekte stecken können. RWE begleitet das Engagement als Good Corporate Citizen und schultert das volle Risiko für den Fall eines nicht erfolgreichen Verlaufes. Als Förderer des Museum Folkwang ist es zur Stelle und somit verlässlicher Partner für eine nachhaltige Entwicklung in der Region.

www.folkwang-im-farbenrausch.de

Neue Wege der Vermittlung: Das Museum nutzen!

Auch wenn die Ausstellung sicher zu den Blockbustern zählt und ihr Publikum finden wird – neue Zielgruppen und eine langfristige Bindung junger Menschen sind für den Erfolg des Museums Folkwang und seiner Angebote unabdingbar. Das Museum darf nicht nur Ort der Repräsentation von Kunst sein, sondern muss sich auch als Kommunikations- und Aktionsraum verstehen.

Mit dem sogenannten „Rendez-vous“ wurde vom Museum Folkwang ein kulturpädagogisches Begleitprogramm entwickelt, das diesen Anspruch erfüllt. Es wendet sich an die Studierenden verschiedener Universitäten des Ruhrgebiets und schließt sie zu einem Netzwerk zusammen. Ob Kunststudent an der Folkwang Hochschule, Pädagogin in Dortmund oder Historiker an der Ruhr Universität Bochum – gemeinsam mit dem Museum erarbeiten die Jugendlichen neue Formen der Beteiligung, die so unterschiedlich sind wie das jeweilige Ausstellungsangebot. Für den „Farbenrausch“ gestalten die Studierenden sowohl die Planung als auch Organisation und Durchführung ihres Vermittlungsprogramms und werden am Ende selbst zu Vermittlern. Die über ein Semester verlaufende Projektarbeit mündet in eine ungewöhnliche Abendveranstaltung: das Rendez-vous. Hier sind alle Studierenden, Freunde, Eltern und natürlich die Öffentlichkeit eingeladen und werden Teil von Aufführungen, Experimenten, Fragerunden oder auch Performances. Ein neuer, ungewöhnlicher Zugang zur Ausstellung entsteht.

Stephan Muschick: „Das Rendez-vous setzt auf Dialog und interdisziplinäre Diskussionen. Daher verbindet es sich besonders gut mit den Zielen der RWE Stiftung“. Sie übernahm die Förderung des Vermittlungsprogramms, weil es hier um eine nachhaltige Bindung junger Menschen geht und es sich nicht nur an Studierende der Kunst oder Kunstgeschichte, sondern auch an Studierende aus den „kunst- fernen Fachbereichen“ wie z.B. Physik, Medizin, Wirtschaft richtet. Von der Aufmerksamkeit, die die Ausstellung insgesamt auf sich ziehen wird, soll also auch die noch junge Unternehmensstiftung bei einer für sie relevanten Zielgruppe profitieren.

www.rwestiftung.com

Dieser Beitrag wurde im Jahrbuch Kulturmarken 2013 veröffentlicht.