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Das Trio Rafale wurde 2013 als Migros-Kulturprozent Ensemble ausgezeichnet und erhielt gleichzeitig den Publikumspreis am Kammermusik-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent. 2011 hat das Migros-Kulturprozent die elektronische Talentplattform lanciert.

Das Trio Rafale wurde 2013 als Migros-Kulturprozent Ensemble ausgezeichnet und erhielt gleichzeitig den Publikumspreis am Kammermusik-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent. 2011 hat das Migros-Kulturprozent die elektronische Talentplattform lanciert.

Best Practice

MIGROS-Kulturproduzent - Talentförderung

Talentwettbewerbe: am Puls des Schweizer Nachwuchses

Mit Studien- und Förderpreisen in den Sparten Gesang, Instrumentalmusik, Kammermusik, Schauspiel, Tanz und Bewegungstheater unterstützt das Migros- Kulturprozent Schweizer Nachwuchskünstlerinnen und -künstler seit bald 45 Jahren – professionell, nachhaltig und innovativ. In dieser Zeit wurden 2800 Talente mit rund 30 Millionen Euro unterstützt.

Was haben die Sängerin Noëmi Nadelmann, der Tänzer und Choreograf Martin Schläpfer und die Schauspielerin Bettina Stucky gemeinsam? Sie waren alle zu Beginn ihrer Karriere Studienpreisträger des Migros-Kulturprozent. Seit 1969 fördert der grösste private Kulturförderer der Schweiz junge Talente aus sechs Sparten mit Studien- und Förderpreisen und unterstützt damit den künstlerischen Nachwuchs an der Schwelle von der Ausbildung zum Beruf. Bisher wurden über 30 Millionen Euro in die Talentförderung investiert, rund 2800 Nachwuchskünstlerinnen und -künstler haben davon profitiert. Die Studienpreise werden – mit Ausnahme der biennal ausgerichteten Kammermusik- Förderung – anlässlich jährlich stattfindender Wettbewerbe vergeben. Schweizer Nachwuchstalente aus den Bereichen Gesang, Instrumentalmusik, Schauspiel, Tanz und Bewegungstheater weisen sich im Rahmen von Auditionen vor einer Fachjury über ihren Ausbildungsstand und ihr künstlerisches Potenzial aus. Die Preise, die mit je rund 12’000 Euro dotiert sind, entlasten begabte Künstlerinnen und Künstler finanziell und ermöglichen ihnen eine qualifizierte Ausbildung an einer anerkannten Schule.

Umfassende Förderung

Da Talentförderung je nach Sparte und persönlicher Entwicklung unterschiedliche Bedürfnisse kennt, vergibt das Migros-Kulturprozent über die Studienpreise hinaus sogenannte Förderpreise. In deren Genuss kommen junge Musiker, Sänger und Schauspieler beiderlei Geschlechts, die im Rahmen einer zweiten Audition ein ausserordentliches Können zeigen. Im Sinne der Spitzenförderung werden aus ihren Reihen Nachwuchskünstler mit solistischem Potenzial zu Migros-Kulturprozent-Solisten bzw. zu einem Migros-Kulturprozent- Ensemble ernannt und mit einem individuellen Förderpaket ausgestattet. Dieses umfasst etwa die Übernahme der Kosten für Meisterkurse oder für eine professionelle Demo-CD. Jährlich vergibt das Migros-Kulturprozent rund 50 Studienund Förderpreise.

Die Talentwettbewerbe sind national ausgerichtet und finden, der Mehrsprachigkeit der Schweiz entsprechend, bei der Schauspielförderung getrennt in Deutsch und Französisch statt. Um die Sichtbarkeit des begabten Nachwuchses im globalen Markt zu erhöhen, übernimmt das Migros- Kulturprozent zusätzlich eine aktive Promotions- und Vermittlungsfunktion. In den Fachjurys sind neben renommierten Sängerinnen, Musikern und Schauspielern auch Regisseure grosser Häuser oder Mitglieder von Künstleragenturen vertreten. Ihre Einbindung ermöglicht die Entdeckung von Talenten, die vom Vorsprechen oder Vorsingen direkt auf eine angesehene Bühne katapultiert werden. So etwa der Schauspieler Sven Schelker 2011 ans Thalia Theater Hamburg oder die Sopranistin Marysol Schalit in der laufenden Konzertsaison der Migros-Kulturprozent- Classics.

Konzertvermittlung, Talentplattform

Seit mehreren Jahren profitieren Förderpreisträgerinnen und -preisträger der Sparten Gesang, Instrumental- und Kammermusik auch von der Konzertvermittlung des Migros-Kulturprozent. Konzertveranstaltern im Inland oder im grenznahen Ausland, die ein Nachwuchstalent für einen Auftritt verpflichten, zahlt der Förderer zwei Drittel der Gage. Dank dieser finanziellen Unterstützung, die insbesondere für professionelle Veranstalter ausserhalb der kulturellen Zentren attraktiv ist, werden durchschnittlich 120 Auftritte pro Jahr vermittelt.

Um interessierten Veranstaltern aller geförderten Sparten den Nachwuchs bekannt zu machen, verfügt das Migros-Kulturprozent zudem über eine elektronische Talentplattform. Diese informiert mit ansprechendem Bild- und Tonmaterial kostenlos über Biografie, Schwerpunkte und Auszeichnungen der Förderpreisträger sowie begabter junger Künstler aus den Bereichen Film, digitale Kultur und Popkultur. In Zusammenarbeit mit einer Schweizer Casting-Agentur wird jährlich eine DVD, «Junge Talente», produziert, die Nachwuchskünstler für das Filmset und die Bühne porträtiert.

Die jüngsten Förder- und Vermittlungsaktivitäten sind Ausdruck der innovativen und nachhaltigen Kulturförderung des Migros-Kulturprozent, das sein Engagement seit der Gründung 1957 laufend weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Künstlerinnen und Künstler, aber auch den Gegebenheiten des Marktes anpasst.

Zur Kulturförderung gehört auch die Kulturvermittlung. Mit verschiedenen Projekten engagiert sich das Migros-Kulturprozent, um unterschiedlichsten Generation Zugang zu kulturellen Leistungen zu ermöglichen.

Der Begriff der Vermittlung ist zwar neuerdings in der Kulturdiskussion sehr präsent, im Grunde war sie jedoch schon zu Zeiten des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler wichtig. Man sprach damals zwar noch nicht von Vermittlung, aber Duttweiler hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, weil er den Menschen Zugang zu bestimmten Angeboten verschaffen wollte. Genau das ist das Ziel der Vermittlung, die seit der Entstehung des Migros-Kulturprozent vor 55 Jahren – somit von Anfang an – mit dabei ist.

Klassische Musik oder Kunst ohne Hemmschwelle entdecken

Einst fuhr Gottlieb Duttweiler mit seinen Migros-Wagen in Schweizer Städte und Dörfer bis in entlegene Täler und verkaufte Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs. Im Sommer 2013 brachte das Migros-Kulturprozent zum zweiten Mal den niederländischen Classic Express – den ersten fahrbaren Konzertsaal der Welt – für zwei Wochen in die Schweiz. Der Classic Express ist eine Initiative des niederländischen Musik-Nachwuchswettbewerbs Prinses Christina Concours. Seit 2007 fährt der 31 Tonnen schwere Sattelschlepper junge Musikerinnen und Musiker zu Primarschulen in den ganzen Niederlanden. Schon mehr als 50.000 Kinder konnten seit der Lancierung ein Konzert im Classic Express miterleben. Der Lastwagen ist ausfahrbar und wird zu einem Konzertsaal mit neuster Licht- und Tontechnik – ein schöner und heller Raum, in dem sich Kinder sofort wohlfühlen.

Die Reaktionen von Lehrern und Schülern auf den ersten Besuch des Classic Express in der Schweiz waren begeistert. Nachdem der 31 Tonnen schwere Sattelschlepper im Sommer 2012 in den Regionen Luzern und Zürich unterwegs war, ging er im August 2013 in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Aargau, Bern und Solothurn auf Tour. So konnten ein zweites Mal Hunderte von Primarschülerinnen und -schülern in einer einzigartigen Atmosphäre die klassische Musik entdecken. Präsentiert wurden die Konzerte von der Violinistin Elena Graf, der Preisträgerin des Instrumentalmusik- Wettbewerbs des Migros-Kulturprozent. Sie wurde begleitet von zwei jungen holländischen Musikern des Prinses-Christina- Wettbewerbs. Die Schüler machen jeweils einen wichtigen Teil der Konzerte aus. Sie können zum Beispiel auf der Bühne ein Instrument ausprobieren. Alle Stücke, die gespielt werden, sind auf ein junges Publikum zugeschnitten.

«Mit den Enkeln zur Klassik» heissen die Workshops für musikaffine Großmütter und Großväter, die im Rahmen der Tourneen der Migros-Kulturprozent-Classics durchgeführt werden. Dabei liefert der Intendant Mischa Damev Hintergrundinformationen zu den Konzerten. Er führt in die Werke ein und stellt die Solisten, den Dirigenten und das Orchester vor. Das Gelernte können die Großeltern ihren Enkeln beim gemeinsamen Konzertbesuch weitergeben. Dies soll einerseits die Bindung zwischen den Großeltern und ihren Großkindern festigen. Andererseits können die Kinder auf diese Weise früh die klassische Musik entdecken.

GiM – Generationen im Museum heißt das jüngsteVermittlungsprogrammdes Migros- Kulturprozent, das im Frühsommer 2013 lanciert wurde. GiM fördert Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Generationen in Museen. Kulturvermittelnde werden mittels Fachtagungen unterstützt, derartige Begegnungen von Menschen in Museen umzusetzen.

GiM ist ein Projekt der Generationenakademie und damit ein Angebot des Migros-Kulturprozent.

Der neue Förderfonds Engagement der Migros-Gruppe startet mit Designförderung

„Mit dem Förderfonds Engagement hat das Migros-Kulturprozent eine kleine Schwester erhalten. Damit fliessen jährlich weitere rund 8 Millionen Euro in Projekte in den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Sport. In einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit baut die Migros ihr Engagement gegenüber der Gesellschaft weiter aus – das ist ein starkes Signal. Besonders freut mich, dass der Start der Förderung beim Design erfolgt, einem Bereich, der selber viel mit der Migros zu tun hat.“

Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund

Ein Schritt zum Markt. So lautet das Motto der neuen Designförderung der Migros, ermöglicht durch den Förderfonds Engagement der Migros-Gruppe. Sie unterstützt damit junge Designerinnen und Designer, Ideen und Prototypen mit Potenzial weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu lancieren. Die Designförderung startet mit zwei Projekten, dem „Creative Hub“ und der Plattform „Mode Suisse“.

Mit dem Entwurf eines Möbelstücks oder einer Lampe die Fachwelt zu überzeugen, ist das eine. Damit auch tatsächlich zum Kunden zu gelangen, das andere. Der Creative Hub soll hier eine Scharnierfunktion einnehmen und verhindern, dass grossartiges Design im Atelier verstaubt. Seine Funktionsweise gleicht ähnlichen Initiativen im Ausland, nimmt aber Rücksicht auf spezifisch schweizerische Rahmenbedingungen.

So sind die Mentoringprogramme mit den anderen zwei grossen Designförderern, nämlich dem Bundesamt für Kultur und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, entwickelt worden, sodass Schnittstellen und Anknüpfungspunkte zwischen den bestehenden und den neuen Programmen entstehen. Diese koordinierte Designförderung ist in der Schweiz ein Novum und bezweckt die optimale Stärkung des Designschaffens. Die Programme der Migros fokussieren darauf, dass am Ende des Tages aus einer guten Idee auch ein respektables Geschäft werden kann.

Ein Schritt zum Markt

Ein konkretes Beispiel: 2012 hat der Industriedesigner Thai Hua den Eidgenössischen Preis für Design gewonnen. Eine grosse Ehre, doch wie soll es nach dem Preis weitergehen? Schliesslich stellt der 39-Jährige keine Einzelstücke her, keine Kunstobjekte für Museen oder Sammler, sondern Gebrauchsgegenstände, die ihren Weg in möglichst viele Wohnzimmer finden sollen. Schweizer Design hat Weltruf, doch beim letzten Schritt, dem Sprung vom Atelier in den Massenmarkt, hapert es, weil es den Designern oft am nötigen betriebswirtschaftlichen Know-how und der Unterstützung durch Insider fehlt. Genau hier setzt der Creative Hub an.

Um seine Lampenserie Lumia einen Schritt Richtung Markt weiterzubringen, wurde Thai Hua von Claudia Acklin, Dozentin an der Hochschule Luzern und Projektleiterin des Creative Hub, beraten. Sie stellte Kontakte zu Herstellern her und unterstützte den Designer dabei, das Herstellungsverfahren zu optimieren und dadurch die Gestehungskosten der Lampe zu senken. Schliesslich finanzierte der Hub durch sogenanntes Seed Money eine Kleinserie vor, mit der Thai Hua anschließend einen Markttest durchführen konnte. Mit erfreulicher Bilanz: die Kleinserie war nach kurzer Zeit ausverkauft. Die Chancen stehen also gut, dass die preisgekrönte Lampe schon bald nicht nur in Thai Huas Atelier leuchtet.

Ein neuer Förderfonds

Von solchen Erfolgsgeschichten möchte die Migros bald weitere erzählen können. Voraussetzung für die Teilnahme am Hub ist eine bestehende und bis zu einem gewissen Grad ausgearbeitete Idee, ein Prototyp oder ein Businessplan. Vor allem aber erwartet die Migros von den jungen Designerinnen eine grosse Portion Ausdauer und Unternehmergeist. Das Programm passt denn auch zum Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler, ebenfalls ein Mann der Tat, der kein unternehmerisches Risiko scheute, um zu erproben, ob seine Ideen auf dem Markt Bestand hatten oder nicht. Wenn die Migros mit dem neuen Förderfonds ihr gesellschaftliches Engagement ausbaut, so geschieht dies ebenfalls im Geiste Duttweilers. Er forderte mit wachsendem wirtschaftlichem Erfolg auch einen wachsenden Beitrag an kulturelle und soziale Fragestellungen. Die neu zur Verfügung gestellten Mittel entsprechen zehn Prozent der von den Unternehmen jährlich ausgeschütteten Dividende. Damit unterstützt die Migros freiwillig Projekte in den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Sport. Der neue Fonds ergänzt die Fördertätigkeit des Migros-Kulturprozent, inhaltlich geschieht dies insbesondere durch die Bereiche Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Sport.

Plattform für das Schweizer Modeschaffen

Das zweite zum heutigen Zeitpunkt von Engagement Migros geförderte Projekt im Bereich Design heißt Mode Suisse. Die Plattform hat das Schweizer Modedesign im Visier, und zwar ebenfalls mit einem Fokus auf den Markt. Sie zeigt jeweils im Frühling und im Herbst in Zürich und Genf erlesene Schweizer Mode an Modeschauen und im Showroom und unterstützt Modedesignerinnen und -designer dabei, ihre Outfits in die Läden zu bringen. Die Idee dahinter: Nur wenn Designer die Chance haben, ihre Kreationen in regelmäßigen Abständen dem Fachpublikum zu zeigen, werden sie professionell wahrgenommen und können sich auf dem Markt positionieren.

Mode Suisse ist ein gutes Beispiel für eine Initiative, die gut in der Szene verankert ist und deshalb auch eine beeindruckende Wirkung entfaltet. Die beiden Macher hinter Mode Suisse, Yannick Aellen und Ursina Widmer, haben es verstanden, unter den Schweizer Modedesignerinnen und -designern eine gemeinsame Vision entstehen zu lassen. Zum Startschuss der Designförderung haben vier Designerinnen und Designer beispielsweise gemeinsam ein Shirt „Made in Switzerland“ kreiert: Es ist vom Design bis zur Produktion zu 100% in der Schweiz hergestellt.

www.migros-kulturprozent.ch | www.migros-kulturprozent.ch/talentwettbewerbe www.migros-kulturprozent.ch/talente

Jahrbuch:2014

  • Marysol Schalit, Sopran, 2008 und 2010 als Solistin des Migros- Kulturprozent ausgezeichnet. Auf Tournee mit den Migros-Kulturprozent- Classics in der Saison 2013/2014.
  • Classic-Express: Der 31 Tonnen schwere Sattelschlepper und erste fahrbare Konzertsaal der Welt ist ausfahrbar und wird zu einem Konzertsaal mit neuster Licht- und Tontechnik – ein schöner und heller Raum, in dem sich Kinder sofort wohl fühlen.
  • Die Workshops «Mit den Enkeln zur Klassik» befähigen Großeltern, ihren Enkeln früh den Zugang zur klassischen Musik zu ermöglichen.
  • Plakat: GiM – Generationen im Museum fördert Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Generationen in Museen.