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Amerika Haus

Amerika Haus

Best Practice

LOTTO-Stiftung Berlin – Alte Meister. Neue Ideen.

Die Berliner Kulturszene steckt mitten im Umbruch der Generationen: renommierte Köpfe treten ab, Vertreter neuer Strömungen folgen nach. Nicht jedoch in jeder Hinsicht: Die Berliner LOTTO-Stiftung bleibt auch in dieser Phase eine verlässliche Stütze der Berliner Kulturlandschaft und erweitert durch ihre bewährte Förderung zukunftsorientierter und gemeinnütziger Projekte oftmals die Spielräume für kreative Ideen.

„Sowas gibt’s nur in Berlin“, wird oft gestaunt – und das ist auch gut so. „Das zeigt wieder einmal, welche große Wirkung die LOTTOStiftung für die Stadt, die Berlinerinnen und Berliner sowie ihre Gäste aus aller Welt
hat“, so Dr. Marion Bleß, Vorstand der LOTTO-Stiftung Berlin.

Mit 2,4 Milliarden Euro hat die LOTTO-Stiftung Berlin in den 40 Jahren seit ihrer Gründung rund 4.900 Projekte aus dem sozialen, karitativen, dem Umweltschutz dienlichen, kulturellen, staatsbürgerlichen, jugendfördernden und sportlichen Bereich unterstützt. Allein in die Berliner Kunst und Kultur und ihre Wirkstätten flossen Zuschüsse in Höhe von einer Milliarde Euro. 

Back to the roots – das Amerika Haus

Eine der profitierenden Stätten ist das Amerika Haus. Erbaut 1957 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung, wurde es rasch zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Zum Denkmal wurde das Gebäude jedoch weniger aufgrund seiner Architektur, sondern eher als symbolischer Knotenpunkt kultureller und politischer
Diskussionen. Kein anderer Ort repräsentierte die wechselvollen Beziehungen zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland so gut wie dieses Haus. Mit der Zeit wandelte es sich von der anfangs weltoffenen
Begegnungsstätte zum abgeschotteten Hochsicherheitstrakt, bis die USA es 2006 an das Land Berlin zurückgaben. Bevor das Gebäude durch die C/O Berlin Foundation wieder in seiner ursprünglichen Funktion genutzt werden konnte, war eine denkmalgerechte Restaurierung notwendig. Nachdem die originalen Bauelemente freigelegt
waren, wurde die komplette Raumausstattung erneuert und ein museumsgerechtes Licht- und Audiosystem installiert. 1,24 Millionen Euro gewährte die LOTTO-Stiftung Berlin für den Innenausbau sowie für Archiv und Bibliothek.

Altmeister Botticelli und Lady Gaga

Ein weiteres Projekt aus der von einem breiten Publikum geschätzten Vorzeigekategorie der LOTTO-Stiftung Berlin ist die Ausstellung „The Botticelli Renaissance“ in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Diese begeistert ganz sicher nicht nur die Fans der Renaissance. Die Ausstellung inszeniert den großen Meister dieser Kunstepoche in einer multimedialen Architektur. 40 Originale des Künstlers stehen mehr als 100 Hauptwerken aus der europäischen und nordamerikanischen Kunstgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts gegenüber. Botticelli hat wie kaum ein zweiter Altmeister die Kunst der Moderne und der Gegenwart nachhaltig inspiriert. Wie wurde der Renaissancemaler zur Pop-Ikone? Was fasziniert Künstler wie Andy Warhol oder Lady Gaga an seiner berühmten Venus? Diesen Fragen spürt das Konzept der Ausstellung nach, wenn es den florentinischen Maler als modernen „Meister der Marke“ präsentiert. Für Kinder und Jugendliche wurde ein begleitendes Veranstaltungsprogramm entwickelt. Für dieses Ausstellungsprojekt erhielt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Zuschuss von 500.000 Euro.

Vasco da Gama erobert die Deutsche Oper

Auch mit Giacomo Meyerbeer wird ein „Altmeister“, nämlich ein Meister der Ausstattungsoper, der Grand Opéra, wieder in das Bewusstsein der Berliner gerückt. Mitte des 19. Jahrhunderts war er einer der populärsten Opernkomponisten, der triumphale Erfolge in Paris feierte. Was jedoch heute kaum noch jemand weiß, denn seine Werke sind nach dem Zweiten Weltkrieg weitestgehend aus dem Standardrepertoire verschwunden. Die Deutsche Oper Berlin hat das Werk Meyerbeers mit einem Premieren-Zyklus zurückgeholt, der mit der Neuinszenierung von „Vasco da Gama“, seinem Opus Ultimum, eröffnet wird. Der jüdische Komponist, der es meisterhaft verstand, private Dramen mit konkreten historischen Ereignissen zu verknüpfen, setzte mit dieser Oper dem portugiesischen Eroberer ein musikalisches Denkmal. Die LOTTO-Stiftung hat für die Produktion 800.000 Euro bereitgestellt. Zugunsten dieser für die Stadt prestigeträchtigen Projekte hat der unabhängige Stiftungsrat der LOTTO-Stiftung Berlin entschieden. Unter der Leitung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller berät er mit den Senatoren Dilek Kolat und Mario Czaja sowie den Fraktionsvorsitzenden Ramona Pop, Raed Saleh und Florian Graf über Anträge und Verteilung der LOTTOMittel.

  • Sandro Botticelli Venus