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Lichtinstallation zum 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls

Lichtinstallation zum 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls

Best Practice

Die LOTTO-Stiftung Berlin gestaltet Berliner Zukunft mit Hintergrund

Was haben Tagebücher, eine Orgel und eine Lichtinstallation gemeinsam?
So eine Fragestellung will meistens einen Witz einleiten, doch ist sie hier ganz ernst gemeint: Hinter den Projekten steht das Andenken bedeutsamer Zeugnisse der Vergangenheit, sie haben einen kulturellen Bezug zu Berlin und sie wurden von der LOTTO-Stiftung gefördert. Damit zeigt die Stiftung eine der vielen Facetten ihrer Stiftungsarbeit: Eine Brücke schlagen aus der Vergangenheit - direkt in die Berliner Gegenwart und immer der Zukunft zugewandt.

Die Reisetagebücher des Alexander von Humboldt

Der Naturforscher Alexander von Humboldt war in seiner Umtriebigkeit wegweisend. Fünf Jahre war er in Südamerika unterwegs, auf vermutlich der ersten Expedition, die allein der Forschung gewidmet war. Mit rund 5.000 beschriebenen Seiten und Skizzen kehrte er von seiner Reise zurück. Die Reisetagebücher, ein Herzstück des Humboldt’schen Nachlasses, konnte nun die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erwerben. Die LOTTO-Stiftung hat den Ankauf mit 3 Millionen Euro bezuschusst. Wäre das Humboldt-Forum im wieder aufgebauten Berliner Stadtschloss nicht ein idealer Platz, um die Schriften des Namensgebers zu präsentieren? Bis dahin heißt es abwarten und anderen Tönen der Zukunftsmusik lauschen...

Die englische Hill-Orgel in Berlin

Zum Beispiel den Klangfarben ganz besonderer Orgelpfeifen. Die englische Hill-Orgel, gebaut 1869, hat ebenfalls eine lange Reise hinter sich. Nun wird sie bald in Berlin, in der Kirche St. Afra, zu hören sein. Das kürzlich restaurierte Instrument ist eines der bedeutendsten Zeugnisse für den englischen Orgelbau und aufgrund seiner zeittypischen Besonderheiten bestens geeignet, die Liturgie in der Weddinger Kirche und das musische Berlin insgesamt zu bereichern. Die LOTTO-Stiftung unterstützt die geplante Inbetriebnahme mit rund 160.800 Euro.

Lichtinstallation zum 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls

An ein jüngeres historisches Ereignis erinnert das Jubiläumsprojekt „Lichtgrenze“ entlang des ehemaligen innerstädtischen Mauerverlaufs. Am 25. Jahrestag lassen rund 8.000 illuminierte Ballons die Teilung der Stadt auf einer Strecke von circa zwölf Kilometern noch einmal erlebbar werden und veranschaulichen Berlinern und Gästen aus aller Welt auf poetische Weise das gewaltige Ausmaß der Mauer und das einschneidende Ereignis ihres Falls. Die Installation, basierend auf einer Idee von Christopher und Marc Bauder, wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH realisiert. Die LOTTO-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit 150.000 Euro als Abschlag. Für weitere Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Dauerausstellung „25 Jahre Mauerfall“ wurden insgesamt 1,9 Millionen Euro zugesagt.

„Viele wichtige Projekte können in Berlin umgesetzt werden, für die sonst nicht genug Geld da wäre.“ freut sich Dr. Marion Bleß, Vorstand der LOTTO-Stiftung Berlin. „Unzählige Berliner LOTTO-Spielerinnen und -Spieler sorgen dafür, dass es auch Gewinner ‚ohne Spielschein’ gibt. Denn von jedem Euro, den die Berliner für LOTTO ausgeben, fließen mindestens 20 Cent in die Stiftung.“

So leistet die LOTTO-Stiftung einen unverzichtbaren Beitrag zur Mitgestaltung einer viele Früchte tragenden Berliner Kulturlandschaft. Gefördert werden aber nicht nur kulturelle Projekte, sondern auch Vorhaben, die dem sozialen, karitativen, staatsbürgerlichen oder sportlichen Bereich dienen, sowie der Jugendförderung oder dem Umweltschutz. Um die 250 Projektanträge werden jährlich gezählt. Wer über „Los“ gehen darf, entscheidet ein unabhängiger Stiftungsrat unter dem Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Viermal im Jahr berät er darüber mit den Senatoren Mario Czaja und Dilek Kolat sowie den Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh, Florian Graf und Ramona Pop.

Drei Kriterien haben Antragsteller vorher zu erfüllen: Ihr Vorhaben muss sich als gemeinnützig und zukunftsorientiert auszeichnen und nicht zuletzt muss die Zuwendung im Interesse der Stadt liegen.

Weit über 2,2 Milliarden Euro hat die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 1975 bereits vergeben. Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr. Über 140 Projekte konnten von der Verteilung profitieren, so viel wie noch nie. Anlass genug, sich selbst ein „Geschenk“ zu machen: Ein neues Logo, das auf die Herkunft der Fördermittel hinweist – die Berliner LOTTO-Spieler.

www.lotto-berlin.de 

Jahrbuch:2015

  • Alexander von Humboldt, Tagebuch VIIbb/c,410r: Skizze der Tafel 51 des Humboldt’schen Werks „Vues des Cordilleres“, Kontur des Berges Corazón, mit gestrichelter Linie ist die „Schneegrenze“ eingezeichnet. Humboldt beschreibt in der Notiz die Lage des Berg